Stoßwellentherapie


Stoßwellen  sind energiereiche, hörbare Schallwellen, die in der Natur beim Blitzschlag in der Atmosphäre auftreten oder wenn Flugzeuge die Schallmauer durchbrechen.
In der Medizin werden elektromagnetisch erzeugte Druckwellen in tiefer liegende Gewebe fortgeleitet, ohne die darüberliegenden Schichten zu schädigen. Seit 1980 werden sie erfolgreich beim Zertrümmern von Nierensteinen eingesetzt.
In der Orthopädie werden sie häufig zur Beseitigung von Verkalkungen in der Schulter verwendet, wodurch sich oft auch Operationen vermeiden lassen.
Stoßwellen können die Mikrozirkulation von Blut und Lymphe steigern, Stoffwechselaktivitäten induzieren und antientzündliche Mechanismen verstärken. Hierdurch wird die Regeneration von geschädigtem Gewebe gefördert und der Heilungsprozess beschleunigt.

Die Extrakorporale Stoßwellentherapie ist – wenn von qualifizierten Therapeuten durchgeführt – ein weitgehend risiko- und nebenwirkungsfreies Verfahren.

Bei der Deutschsprachigen Internationalen Gesellschaft für Extrakorporale Stoßwellentherapie DIGEST finden Sie mich als zertifizierten Behandler eingetragen.

Wir behandeln mit einem STORZ Duolith SD1, mit dem wir - je nach Notwendigkeit - obige Verfahren einzeln aber auch kombiniert anwenden können.




Dr. med. Martin Böhringer Facharzt für Orthopädie - 91074 Herzogenaurach

Storz Duolith SD1

Welche Krankheitsbilder können behandelt werden?

  • Schulterschmerzen, z. B. durch Verkalkung
  • Tennis- oder Golferellbogen
  • Fersensporn und Fußsohlenirritationen
  • Achillessehnenknoten
  • Fasziensyndrome, Bindegewebsverklebungen
  • Trochanterreizungen (Rollhügel der Hüfte)
  • Patellaspitzen-Syndrom (»Jumper‘s knee«)
  • Schienbeinschmerzen/Tibiakanten-Syndrom
  • Schmerzhafte Sehnen und Sehnenansätze
  • Schmerzende Muskelknötchen (Triggerpunkte)
  • Knochenbruchheilungsstörung (Pseudarthrosen)

Neuerdings werden Stoßwellen auch zur Behandlung schlecht heilender Wunden nach Verletzungen, Operationen, bei Diabetes und Durchblutungsstörungen eingesetzt. Die wissenschaftliche Aufarbeitung hierzu ist noch nicht abgeschlossen. Es existieren aber einige Studien wie diese der Zeitschrift Orthopädie/Rheuma. Folgende Effekte werden im einzelnen diskutiert:

– Steigerung der Mikrozirkulation von Blut und Lymphe
– Stimulation und Beschleunigung von Stoffwechselaktivitäten
– Reduktion von Entzündungsprozessen
– Muskel-/Bindegwebsentspannung und Fasziendehnung
– Bakterizide Wirksamkeit in vitro
– Stimulation der Bildung neuer Blutgefäße
– Stammzellenmigration
– Förderung der körpereigenen Bildung von Wachstumsfaktoren

(Wang et al: „ESWT for Chronic Diabetic Foot Ulcers.“, 2007)


Tennisarm

Tennisarm
Dr. med. Martin Böhringer Facharzt für Orthopädie - 91074 Herzogenaurach

Wärmebild

Gesunder Arm
Dr. med. Martin Böhringer Facharzt für Orthopädie - 91074 Herzogenaurach
Direkter Vergleich
Dr. med. Martin Böhringer Facharzt für Orthopädie - 91074 Herzogenaurach
nach 5 x Stosswelle
Dr. med. Martin Böhringer Facharzt für Orthopädie - 91074 Herzogenaurach

Stoßwelle statt Amputation

Kalkschulter

Stoßwellenbehandlung von Kalkschultern

Besonders häufig werden Kalkschultern mit fokussierten Stoßwellen behandelt, da sich diese Gewebsverkalkungen je nach Konfiguration mit Erfolgsraten zwischen 60-80% in der Literatur auflösen lassen.

Hier einige Beispiele

                                           
Kalkschulter 1
vor der Behandlung
Dr. med. Martin Böhringer Facharzt für Orthopädie - 91074 Herzogenaurach
3 Monate nach 3x
Stoßwellentherapie
Dr. med. Martin Böhringer Facharzt für Orthopädie - 91074 Herzogenaurach
Kalkschulter 2
vor der Bahndlung
Dr. med. Martin Böhringer Facharzt für Orthopädie - 91074 Herzogenaurach
6 Monate nach 5x
Stoßwellentherapie
Dr. med. Martin Böhringer Facharzt für Orthopädie - 91074 Herzogenaurach
                                           
Kalkschulter 3
vor der Bahndlung
Dr. med. Martin Böhringer Facharzt für Orthopädie - 91074 Herzogenaurach
4 Monate nach 4x
Stoßwellentherapie
Dr. med. Martin Böhringer Facharzt für Orthopädie - 91074 Herzogenaurach
Kalkschulter 4
vor der Bahndlung
Dr. med. Martin Böhringer Facharzt für Orthopädie - 91074 Herzogenaurach
5 Monate nach 6x
Stoßwellentherapie
Dr. med. Martin Böhringer Facharzt für Orthopädie - 91074 Herzogenaurach



Wir bieten folgende Stoßwellenformen an


Fokussierte Stoßwellen sind spitz gebündelte, kurzdauernde Schallimpulse von sehr hoher Energie, die auf einen bestimmten Punkt zielgerichtet werden. Sie werden meist elektrohydraulisch, elektromagnetisch oder piezoelektrisch erzeugt. Durch ihre hohe, tief eindringende Energie können Nieren- oder Gallensteine, aber auch schmerzhafte Kalkablagerungen  z.B. in der Schulter zertrümmert werden.

Radiale Stoßwellen hingegen sind fächerförmige Druckwellen mit geringerer Eindringtiefe. Mittels Pressluft werden Projektile auf einen Prallkörper beschleunigt, der unter Verwendung von Ultraschallgel seine ballistische Energie in das zu behandelnde Gewebe überträgt. Aufgrund des geringeren Energieeinsatzes und der flächigen Ausbreitung stellt die radiale Stoßwellentherapie ein sehr schonendes Behandlungsverfahren dar, das gerne bei schmerzhaften Sehnen- und Muskelleiden eingesetzt wird.

Eine Sonderform der Stoßwelle nimmt die planare, defokussierte Stoßwelle mit dem C-ACTOR ein. Sie wird vorzugsweise zur Diagnostik und Behandlung des myofaszialen Triggerpunktsyndroms und in der Wundheilung eingesetzt.

Die hochfrequente Vibrationswellentherapie, mit dem V-ACTOR ergänzt obige Verfahren. Mit einer Pulsfrequenz bis 35 Hz wird bei einer Energiezufuhr von 1,0 – 5,0 bar ein tonischer Vibrationsreflex erzeugt, der die Mikrozirkulation verbessert, Faszien und Muskelfasern dehnt und entspannt, so dass sich Verkürzungen und Verhärtungen lösen können.
Sie findet ihren Einsatz insbesondere wenn schmerzhafte Fasziensyndrome, Bindegewebsverklebungen, Lymphstau und Triggerpunkte im Vordergrund stehen.

 

20 Jahre Erfahrung


Wir führen bereits seit 1996 Stoßwellentherapien durch.

Begonnen haben wir mit dem damals revolutionären Ossotron (HMT), einem fast 300kg schweren, waschmaschinengroßen, 400.000,-DM teuren Ungetüm.
Die Durchführung war damals davon abhängig, ob der Aufzug und das Treppenhaus groß genug für das Gerät waren.
Mittlerweile leisten die Geräte deutlich mehr, sind viel kleiner, handlicher und vielseitiger in der Applikationsweise.

Ossotron von 1996